Thusis im Überblick
Thusis heute
Thusis ist Kreis- und Bezirkshauptort. Dank der guten
Infrastrukturen ist unser Ort das Magnet der Region, sei
es für Einkäufe oder kulturelle Anlässe.
In Thusis findet man ein ausgedehntes, komplettes
Dienstleistungsangebot mit zahlreichen Fachgeschäften,
wo der persönliche Kundenkontakt noch gross geschrieben
wird, sowie gemütliche Restaurants und Cafés.
Thusis ist kultureller Mittelpunkt der Region. Das Kino
Rätia bietet attraktive, meist anspruchsvolle Programme
an. In regelmässigen Intervallen finden hier das
Theaterfestival und die Weltfilmtage statt. Diese
Veranstaltungen werden durch vielfältige
Spezialprogramme der Ortsvereine ergänzt.
Durch die zentrale Lage ist Thusis der ideale
Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten und Wanderungen, sei
es mit den öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln.
Viele in der Nähe gelegene Skigebiete sind bequem
erreichbar. Das über 350 km umfassende, gut markierte
Wanderwegnetz reicht vom einfachen Spaziergang bis zu
anspruchsvollen Bergtouren. Das wohl berühmteste, auch
zu Fuss über die historische Via Traversina
(Bergwanderweg) erreichbare Ausflugsziel ist die
Viamala-Schlucht. Unser Hausberg ist der
«Fast-Dreitausender» Piz Beverin mit 2998 m ü. M. und
herrlicher Rundsicht. Trittsichere und schwindelfreie
Berggänger können diesen Traumberg vom Glaspass, weniger
Geübte vom Schamserberg her leicht besteigen.
Geschichte
Der historisch erstmals 1156 erwähnte
Ort Thusis verdankt sowohl seine
Entstehung wie seine Entwicklung in den
folgenden Jahrhunderten vor allem dem
Durchgangsverkehr zu und von den
Alpenpässen Splügen und San Bernardino.
Der Ursprung von Thusis steht mit dem
Bau und der Sicherung der Rheinbrücke,
die eigentliche Entwicklung seit der
Verlegung der Transitstrasse von der
Domleschger- auf die linksrheinische
Heinzenberger- Talseite mit der
Verbesserung des Viamala- Durchganges im
Zusammenhang.
Vor diesem unüberwindlichen
Verkehrshindernis "staute" sich der
Verkehr. Um der Konkurrenz anderer
Alpentransversalen entgegenwirken zu
können, wurde die Viamala 1473 (Viamalabrief)
dem "Rad geöffnet". An diesem
entscheidenden Ausbau haben die Thusner-
Transpörtler, die sich in "Porten"
genossenschaftlich organisiert hatten,
wesentlichen Anteil gehabt.
1738/39 wurde mit dem Bau der Wildenbrücken (1. und
2.Viamala-Brücke) die Strasse am gefährlichsten Teil auf
die rechte Flussseite verlegt (heutige Kantonsstrasse).
1821-1823 wurde die Strasse, die bisher oberhalb Thusis
über den Oberen Boden nach Rongellen führte, in den
Osthang des Crapteig durchs Verlorene Loch verlegt.
Damit war die ganze Viamala bezwungen.
Wie bekannt und wichtig Thusis mit seinen Warenhäusern,
Gaststätten und Pferdeställen für 400 Pferde als
Etappenort im Laufe der Zeit geworden war, zeigt die
Tatsache, dass nach dem grossen Brand von 1845, bei dem
an die 80 Häuser und ebenso viele Ställe ein Raub der
Flammen wurden, für den raschen Wiederaufbau des Ortes
ansehnliche Gelder z.B. aus Zürich, Lindau, Ravensburg,
Hamburg, Mailand und Venedig gespendet wurden.
Durch die Eröffnung der Gotthardbahn im Jahr 1882 kam
der mit Pferdewagen und Kutschen bewältigte
Transitverkehr schlagartig zum Erliegen. Man bemühte
sich aber immer wieder, den Verkehr erneut
zurückzugewinnen. Um die Jahrhundertwende entstanden ein
Splügen- und ein San Bernardino- Bahnprojekt und beim
Aufkommen des Benzinmotors schon 1927 das erste Projekt
für einen San Bernardino- Strassentunnel. Krisen- und
Kriegsjahre verhinderten zwar zunächst die
Verwirklichung dieses Planes, aber am 1. Dezember 1967
wurde der erste Nationalstrassen- Alpentunnel, eben der
San Bernardino-Tunnel, dem Verkehr übergeben. Er brachte
Thusis ungeahnten Durchgangsverkehr, der nach der
Eröffnung des Gotthard- Strassentunnels allerdings
wieder leicht zurückging.








